Es ist mal wieder an der Zeit, meine Gedanken in die virtuelle Welt hinaus zu tragen. Dieses mal geht es um die Hörgewohnheiten und die Art und Weise wie Musik konsumiert wird. Ein Thema, das mich stets bewegt und mit Sicherheit schon in dem ein oder anderen Post von mir herauszulesen war. Entschuldigt, wenn ich mich daher des Öfteren wiederhole. Doch nun zum eigentlichen Thema:
Der Musikmarkt ist größer denn je und fährt im wöchentlichen Rhythmus die nächsten Jünglinge auf, die fortan als nächstes großes 'Ding' gefeiert werden, ein sog. Hype entsteht. Mehr Künstler und weniger Plattenverkäufe, Teilschuldner ist das Internet, welches neben etlichen illegalen Möglichkeiten längst auch mit iTunes und ähnlichen Anbietern virtuelle Shopping-Möglichkeiten anbietet, ohne das ein physischer Tonträger über den Tisch wandert. Hinzu kommen Tausende von vorab veröffentlichten Tracks eines erwarteten Albums, Free Tracks und Alben, Exklusives,...Musik wohin das Auge bzw. Gehör reicht.
Dabei den Überblick zu behalten ist schwierig, wenn nicht gar unmöglich und fordert so und so Opfer. Du willst über jeden neuen Track im Netz Bescheid wissen und ihn unmittelbar nach Erscheinen hören, jedes Album am (oder vor?) VÖ-Termin durchgehen? Dann musst du jeden Tag weiter gehen und gibst somit den bereits erschienen Stücken keine Gelegenheit, sich zu etwas Besonderem zu entwickeln, Klassiker vergangener Tage zu feiern oder einfach mal in anderen Gewässern (sprich Musikgefilden wie Rock) zu fischen. Der Konsum kommt einem Wettlauf nahe, dessen Ziel eine möglichst aktuelle Playlist ist und die Musik selbst verkommt und nimmt an Wert ab.
Eine andere Möglichkeit ist das im Gegensatz dazu fast schon rückwärtsgewandte Hören. Tracks aus dem Internet werde eher sporadisch gehört und Alben auch gerne mal erst Monate nach Erscheinen gekauft bzw. erstmalig gehört. Und dazwischen werden immer wieder gern gehörte Langspieler aus der persönlichen, zeitlosen Favoritenliste in die Anlage gelegt. So stellt man zum Einen sicher, den Alben genügend Zeit zu geben, sich zu entfalten, die Arbeit der Künstler wird in gewisser Weise höher geschätzt und das Hören kommt einem Studieren gleich, wie man es noch zu Zeiten von "Ready To Die", "Illmatic" oder Alben ähnlichen Kalibers tat. Zum anderen jedoch nimmt man den Blick weg von aktuellen Entwicklungen und hinkt den Foren dieser Welt stets hinterher. Ehe man bei Album A von Künstler B mitreden kann, hat dieser bereits Album C veröffentlicht.
Letztlich ist es jedem selbst überlassen, wie er konsumiert, wichtig ist lediglich, dass die Arbeit der Künstler nach wie vor gebührend honoriert wird. Dass ist nicht immer ganz einfach, zumal sich mittlerweile Rapper selbst dafür loben, ganze Alben innerhalb weniger Stunden aufzunehmen. Aber ohne dieses Bewusstsein verkommt der Hauptdarsteller, die Musik, allmählich zum belanglosen Statisten und das möchte wohl niemand, dem etwas an Klängen und Tönen liegt, bewusst zulassen.
Ein Blog für alle, die sich leidenschaftlich und ernsthaft mit Hip Hop im Allgemeinen und Rap im Speziellen auseinandersetzen.
Dienstag, 9. November 2010
Sonntag, 7. November 2010
Lil Wayne - I Am Not A Human Being
Hand aufs Herz, die Wiedergeburt des krächzenden Vogelmann-Schützlings war ein musikalischer Rückschritt und scheiterte sowohl angesichts übermäßig hohen Erwartungen als auch in der Umsetzung des Rock-Elementes. Da weckte die Ankündigung des neuen Albums nicht gerade Vorfreude und deutete schon im Titel gepflegten Größenwahn an, welcher allmählich über das gewohnte Maß hinauszuschießen droht. Selbst das Cover assoziiert man mit dem verhunzten „Rebirth“ und irgendwie geht man mit einem mulmigen Gefühl an die 13 neuen Stücke heran. Andererseits handelt es sich hier um eine der polarisierenden Charakter, der mit jeder Silbe immer noch mehr bewegt, als mancher Kollege auf Albumlänge. Und Wayne wäre nicht dort wo er ist, wüsste er nicht auch von eben dieser Fähigkeit Gebrauch zu machen.
Keine Minute muss vergehen, ehe man zum ersten Mal ernsthaft realisiert, dass hier wieder etwas mehr gehen könnte. „Gonorrhea“ ist, wenn auch eigenwillig betitelt, ein ordentlich voranschreitender Beat mit einem menschlichen Swagger-Sprenkler in Form von Weezy und einem Drake-Feature, auf das man an dieser Stelle fast schon hätte verzichten können, wirkt es doch mehr als überflüssige Dreingabe, denn als prägendes Element innerhalb des Songs. Sei es drum, denn schon mit „With You“ formiert sich das Team Carter/Graham auf ein Neues und schraubt einen gelungenen Slow Jam, der durchaus zu gefallen weiß.
Selbst die inzwischen beinahe verhassten Gitarrenriffe schaffen es, auf dem Titeltrack einen abwechslungsreichen Trip zu veranstalten, der schlüssiger wirkt als der Großteil der „Rebirth“-Stücke. Und wo wir schon beim Thema sind, auch die längst nicht unbestrittene Nicki Minaj sorgt mit ihrer Performance auf „What’s Wrong With Them“ für gesteigerte Neugierde auf deren Solowurf. Überhaupt schaffen es wieder mehr Stücke in die Region zwischen tauglich und gut, darunter „Right Above It“, „I Don’t Like The Look Of It“ und die beiden Young Money-Dinger. Genügend Gründe, wieder etwas freundlicher drein zu blicken beim Anblick des Ex-Häftlings.
Zwar ist es noch ein gutes Stück hin bis zur einstigen Höchstform, doch hier und da blickt wieder etwas von dem auf, was man an Lil Wayne einst schätzte, bevor das ziellose Gekrächze auf Rockbeats seinen Lauf nahm. Ironischerweise hätte man die Titel von „Rebirth“ und vorliegendem Album auch tauschen können, entspricht dieser Entwurf weit mehr einer musikalischen Wiedergeburt. Bleibt abzuwarten, wie es weitergeht mit Mr. Carter und was er uns mit seinem vierten „Carter“-Teil aufs Tablett zaubert – vollwertige Kost oder abgemagerte Ausschussware.
Auch „I Am Not A Human Being“ wird in der mittlerweile ansehnlichen Diskographie von Birdman Junior keinen Platz an der Sonne erhalten. Der Trend zeigt jedoch wieder klar in die richtige Richtung und gibt Grund zur Hoffnung, dass da noch das ein oder andere Hörenswertes auf Albumlänge erscheinen wird. Lediglich der Albumtitel selbst ist eine klare Falschaussage; Wayne ist menschlich wie wir alle und wie jeder von uns durchlebt er Höhen und Tiefen. Ein Glück nur, dass er die Bergausrüstung wiedergefunden zu haben scheint. Nicht überragend, aber im Kern recht ordentlich.
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Diese Rezension erschien ebenfalls auf HipHopHolic.de
Group Home – Gifted Unlimited Rhymes Universal
Man hatte es dieses Jahr nicht leicht als Gang Starr-Sympathisant, als Mitte April die traurige Nachricht vom Tode Keith Elams, besser bekannt als Guru, bekannt wurde. Der Krebs hatte ihn besiegt und mit ihm verschwand auch der letzte Tropfen Hoffnung auf einen weiteren Gang Starr-Release. Das alles ändert jedoch nichts am Stellenwert, denn der Stellenwert Gurus zeit seines Lebens und darüber hinaus, ist ein zentrales Kapitel in den Chroniken des Hip Hop. Und auch Lil Dap und Melachi the Nutcracker haben einen ihrer wichtigsten Kollegen nicht vergessen und widmen diesem gleich ein fünfzehn Stücke starkes Album. Ein kleiner Grund zur Freude innerhalb der Gang Starr-Sippschaft?
Wie so oft, überwiegt zunächst einmal ein Gefühl der Freude, hat man Group Home doch noch immer unter solidem Eastcoast-Rap gespeichert, der im Idealfall gleich vom Meister selbst, die Rede ist von Premo, produziert wird. Dieser hat für vorliegendes Album zwar lediglich einen Beat beigesteuert, dafür kommt noch einmal bzw. dreimal zu Wort und auch Jeru The Damaja, Lord Jamar und Grinsekind Smiley sind mit von der Partie. Das liest sich alles ebenso ordentlich, wie es sich auch anhört. Besonders die beiden ersten Tracks, das mit Jeru eingespielte „G.U.R.U.“ und „Pay Attention“ mit Smiley und Guru fahren wohlwollend ein. Letzterer Track vor allem wenn noch einmal diese einzigartige Stimme von Guru selbst ertönt.
Vollauf zufrieden mit den ersten Minuten, überkommt einen jedoch von Anspielpunkt zu Anspielpunkt das dumpfe Gefühl auf, hier ansonsten nur wenig Spannendes zu erleben. Gründe dafür sind wahlweise Kleinigkeiten wie die sehr dünne Hook auf dem ansonsten noch tauglichen „Up Against The Wall“ mit MC Ace und Lord Jamar oder aber schwere Schnitzer in Sachen Beatauswahl. Gerade der von Features befreite Mittelteil ist stellenweise anbiedernd langweilig und taugt allenfalls als Hintergrundbeschallung denn als in den Bann ziehende, bangende Rapmusik aus dem Big Apple. Schade, beweist doch die Anfangsphase, dass es durchaus besser gehen könnte.
Wenigstens zum Ende hin bekommt der Hörer noch einmal solides Material zugespielt. „The Legacy“ ist nicht nur vom Instrumental her wieder ein gutes Stück besser als Vorangeganges – kein Wunder, hatte hier doch DJ Premier selbst die Finger an den Reglern, sondern fährt erneut ein paar Verse von Guru auf, so dass ein Hauch von Gang Starr-Atmosphäre in der Luft hängt, von dem auch das direkt anknüpfende „Be Like That“ im Ansatz profitiert und schließlich zum dritten und letzten Mal die Bühne räumt für Gifted Unlimited Rhymes Universal.
Group Home liefert mit „Gifted Unlimited Rhymes Universal“ ein durchschnittliches Album ab, welches gut gemeint ist, aber aufs große Ganze betrachtet doch alles andere als relevant erscheint. Insofern ist es ein Album für Puristen und ein Denkmal an eine der großartigsten Stimmen, die Hip Hop jemals gehört hat und jeder Kauf unterstützt zu einem Teil den Treuhandfonds von Gurus Sohn. Ein weiterer Kaufgrund für ein ansonsten überschaubares Album, das ohne den Geist von Keith Elam kaum im Gehörgang hängen bleibt.
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Diese Rezension erschien ebenfalls auf HipHopHolic.de
Sonntag, 24. Oktober 2010
Blumio - Tokio Bordell
Es gab eine Zeit, da war Hip Hop geradezu langweilig und man fühlte sich regelrecht dazu gedrängt, sich dem allgegenwärtigen Straßenrap hinzugeben. Und dann tauchte inmitten dieser kargen Umgebung ein Düsseldorfer Rapper japanischer Abstammung auf, imitierte seine Lieblingsrapper grandios und brachte damit den so vermissten frischen Wind in die ganze Sache. Lange wurde ebendieser Künstler allein darauf reduziert, doch spätestens seit dem letzten Jahr weiß auch die Freundin deines Freundes Bescheid wer Blumio ist und was er, außer imitieren, noch so alles kann. Das „Yellow Album“ bot illustren Humor, doppelten Boden und schlicht brillante Unterhaltung, die kreativer kaum sein hätte können und forderte von Seiten der Hörerschaft lediglich die richtige Stimmung ein, um sich solch ein massives Werk der Doppeldeutigkeit und verwinkelten Aussagen genüsslich in den Gehörgang zu blasen.
Und nun, nach gerade einmal etwas über einem Jahr, ist Blumio wieder da und veröffentlicht über sein Label Japsensoul 20 neue Stücke, davon drei Bonus Tracks, unter dem vielsagenden Albumtitel „Tokio Bordell“. Viel verändert hat sich in dieser Zeit auf den ersten Blick nicht. Blumio ist noch immer der schräge Vogel, der vor keinem Thema zurückschreckt, Don Tone (aka Rusbeh) noch immer der Mann für die Produktionen und der Käufer derjenige, der gespannt die CD in die Anlage legt um endlich zu erfahren, was für neue Irrgarten es zu durchlaufen, welche Doppeldeutigkeiten es zu verstehen gilt. Das Ganze verpackt im schicken Digipak mit bunt gestaltetem Booklet und separatem Songbuch, macht dabei im Vorfeld einen außerordentlich sauberen Eindruck.
„Tokio Bordell“ selbst startet nach Intro mit der ersten Single-Auskopplung „Eberhard“, einer humorvollen Geschichte über (falsche) Internetbekannt- und Liebschaften, die nicht nur sehr aktuell wirkt, sondern ganz nebenbei auch ein wenig die Jugend auf die Schippe nimmt. Zeitlos hingegen die Ode an den Waschbärbauch. Wer Blumios „Streichel Meinen Bauch“ lauscht, der verliert binnen Sekunden den Wunsch nach Sixpack und gibt sich zufrieden mit seinem Bäuchlein. Komplettiert wird der gelungene Start durch „Grenzenlos“, das Jessica Jean als Feature aufweist, die im Laufe des Albums gleich mehrmals als einziger Gastakteur in Erscheinung tritt.
Im weiteren Verlauf des Albums gibt es „Der Ehrlichste Song Der Welt“, bei dem Blumio ganz ohne Scham und völlig offen zu einem spricht. Den hervorragend funktionierenden Storyteller „Hab Keine Angst“, „So Geht Hip Hop Heute“ und „Die Welt Ist Schwul“, eines eben dieser Stücke, die weit mehr zu sagen vermögen, als man es beim bloßen Zuhören der Texte wahrnehmen kann. Wem das zu hoch ist, dem sei „Sie Ist Nicht Du“ ans Herz gelegt, denn Blumio, der kann auch über Liebe sprechen ohne langweilig zu klingen. Und im Gegensatz zum „Yellow Album“ wirkt „Tokio Bordell“ gleich noch ein gutes Stück musikalischer, weiterentwickelter und überlegter, kurzum besser.
Man attestiert gerade Rappern gerne einmal kreativen Stillstand, spricht von unerreichbaren Debüts und mäßigen Nachfolge-Alben und dem steten Wiederholen und neu aufsetzen alter Geschichten. Und hat damit nicht selten Recht. In Blumios Falle jedoch zeigt sich ein gänzlich anderes Bild: die Beats sind nach wie vor kreativ, aber leichter verträglich (ob es an der Tatsache liegt, dass vieles live eingespielt wurde?). Blumio nach wie vor intelligent witzig und mit grenzenlosem Themenkomplex ausgestattet, aber noch ein Stück gereifter, als noch auf „Yellow Album“. Und „Tokio Bordell“ selbst ist irgendwie immer noch grandios anders als der Großteil vom Rest plus dem ein oder anderen Song mit Chart-Potenzial. Blumio, ein einzigartiger Akteur, der mit jedem Album seinen Weg geht und dieser, so scheint es als Außenstehender, ist goldrichtig. Für ihn, für uns und überhaupt für die Musik.
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Diese Rezension erschien ebenfalls auf HipHopHolic.de
SK-Crew - Sweet Whiskey (Video)
Um die Zeit bis zur nächsten Review ein klein wenig zu verkürzen, zur Abwechslung mal wieder ein kleines Video. Dieses Mal von der SK-Crew, die mit 'Sweet Whiskey' das bestens bekannte Original von Lynyrd Skynyrd, wie auch schon Kid Rock, neu aufgreift. Die Reime sind dabei nicht ganz glatt und holprig, als solider Mitgröhl-Soundtrack zum liquiden Wochenend-Ausflug taugt das Ganze aber wohl dennoch.
Dienstag, 19. Oktober 2010
Harris - Der Mann Im Haus
Rap-Deutschland mangelt es, glaubt man der Stimme der Allgemeinheit, an so manchem und alleine die Frage darüber, was genau denn alles fehle, füllt bereits seitenweise Foren. Was sich mit Sicherheit sagen lässt; an Rappern mangelt es wirklich nicht, diese gibt es wie Sand am Meer. Alleine die Hauptstadt bietet einen fast schon unüberschaubares Angebot an Rappern – da aus der Menge herauszustechen. Harris ist dies einst mit augenscheinlich spielender Leichtigkeit gelungen und gehört seither zum Stammpersonal deutschen Sprechgesangs. 2010, gut sieben Jahre nach seinem Debüt „Dirty Harry“, legt einer deiner Lieblingsrapper mit „Der Mann Im Haus“ dreizehn neue Stücke über Murderbass ab und erweitert somit seine Diskographie auf zwei Soloalben aus.
Wer dabei einen albernen und dumm daher redenden Wirrkopf erwartet, der ordentlich die Lachmuskeln beansprucht, dabei aber inhaltlich eher einfachere Wege geht, wird überrascht sein, was der Rapper/DJ/Schauspieler/Familienoberhaupt auf „Der Mann Im Haus“ anstellt. So ist der Beginn mit „Auf Keinen“ zwar noch durchaus simpel gestrickt, wenngleich dieser bereits einiges in Bewegung bringt, doch schon die folgenden Stücke bewegen sich in eine musikalisch weitaus anspruchsvollere Seite. „Dein Mann Sein“ mit einer astreinen Hook von J-Luv und „Für Die Familie“ mit Muhabbet verdeutlichen klar den Kern des Albums: thematisch ernster, ohne verkrampft zu wirken.
Ein Konzept, das im bereits im Vorfeld immer wieder diskutierten Track „Nur Ein Augenblick“ gipfelt, dem lyrischen Meisterstück des Albums. Auf diesem ruft Harris zu mehr Integrationswillen auf und bekommt dabei, wie fast immer, das passgenaue Instrumental von KD-Supier (bestens bekannt durch seine Arbeiten mit Megaloh) geschneidert, der mit einer Ausnahme das gesamte Album produziert hat und nicht selten genau ins Schwarze trifft. Große Rap-Kunst, die sich abwechselt mit Harris’ klassischeren Tracks wie „Urinstinkt“ oder „Trinke Nie Wieder“, letzteres inklusive Konsum-Tipps vom Fachmann. Addiert man dazu noch das großartige Feature von Harris’ Ehefrau Bintia auf „Freunde“ und den Auftritt vom zweiten Lieblingsraper sido auf „Stell Dir Eine Welt Vor…“, mit welchem die Horrorvorstellung schlechthin umschrieben wird, ergibt das in der Summe eine überaus gelungenes, überraschend reifes Album.
„Der Mann Im Haus“ ist, obwohl man von Harris in der Regel gute Unterhaltung erwarten darf, eine der Überraschungen der jüngeren Zeit. Prägnanter Flow samt charismatischer Stimme plus Qualitätsinstrumentale. Inhalte aus dem alltäglichen Leben plus (von Gästen) gesungene Hooks und dazwischen der gewohnte Wahnsinn des GBZ-Oholikas. Ein geglückter Mix aus neuen und alten Zutaten, den zu mehreren Hördurchgängen geradezu einlädt und Harris’ Status im Spiel weiter ausbaut. Ein klares ’sehr gut’ und eine Empfehlung wert – Reinhören lohnt.
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Diese Rezension erschien ebenfalls auf HipHopHolic.de
Sonntag, 17. Oktober 2010
Wieder da & neue Ankündigungen
Liebe Leser,
nach gut einem Monat der Stille aufgrund privater Verpflichtungen, ist es nun wieder an der Zeit, für den Fortbestand von 'Resurrection of Rap' zu sorgen. Für Rezensionsmaterial ist bereits gesorgt und ihr könnt euch unter anderem auf folgende Besprechungen freuen:
Blumio - Tokio Bordell
Harris - Der Mann Im Haus
David Asphalt - Eine Maschine
Group Home - Gifted Unlimited Rhymes Universal
Shad - TSOL
nach gut einem Monat der Stille aufgrund privater Verpflichtungen, ist es nun wieder an der Zeit, für den Fortbestand von 'Resurrection of Rap' zu sorgen. Für Rezensionsmaterial ist bereits gesorgt und ihr könnt euch unter anderem auf folgende Besprechungen freuen:
Blumio - Tokio Bordell
Harris - Der Mann Im Haus
David Asphalt - Eine Maschine
Group Home - Gifted Unlimited Rhymes Universal
Shad - TSOL
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