Mittwoch, 25. Februar 2009

Online Video Game: Super Finale



Finale, der erst kürzlich seine Single "Motor Music" veröffentliche, will am 07.04. sein Debüt-Album "A Pipe Dream And A Promise" auf den Markt bringen. Passend dazu gibt es nun ein mit Hilfe von Independent Media verwirklichtes Videospiel, welches man online spielen kann.

Das Spiel selbst ist eine Adaption des Klassikers "Super Mario Bros.", nur steuert ihr eben nicht etwa einen italienischen Klempner durch die farbenfrohe Landschaft, sondern, richtig geraten, Finale. Die Steuerung geschieht dabei ganz intuitiv über die Pfeiltasten der Tastatur. Und statt Prinzessin Peach kann man sich den Remix zu "One Man Show" herunterladen, in der 8-Bit-Version von niemand geringerem als Black Milk.

Den Song kann man sich auch über Stream anhören, für den Download sollte man sich aber die Zeit nehmen, das Level zu schaffen, was aber durchaus machbar sein sollte ;).

Stream: "One Man Show" prod. by Black Milk 8-bit Videogame Version

Video: Blaq Poet - Ain't Nuthin' Changed (w/ DJ Premier)



Wenn das mal kein Schmuckstück ist. Der Track alleine ist ja schon reine Medizin für die Ohren, nicht zuletzt dank DJ Premier, der hier ganze Arbeit geleistet hat und sogar Akon in den Song miteinbauen konnte. ;) Nun das Video dazu, welches den Track visuell unerstützt und auf den kommenden Release von Poet, "Tha Blaqprint", einstimmt.

Wade Waters (SoulStice & Haysoos) - Dark Water (Gold Edition)

Wer den Blog regelmäßig verfolgt, der wird sicher schon mitbekommen haben, dass hier bis dato nur gute Worte gefunden wurden für das Schaffen des Chicagoer Künstlers SoulStice. Das liegt nicht nur daran, dass der Autor selbst sehr viel von seiner Musik hält, sondern auch weil SoulStice es einfach versteht, Qualität auf den Markt zu bringen.

Eine dieser wunderbaren Veröffentlichungen kann man derzeit auf iTunes in der Gold Edition herunterladem. Dabei handelt es sich um das 2006 veröffentlichte "Dark Water"-Album der aus Haysoos und eben SoulStice bestehende Gruppe Wade Waters, welches nun mit 7 weiteren Stücken als digitale Veröffentlichung zu erstehen ist, wobei die neuen Songs auch separat erstanden werden können. Darunter 5 Remixe, worunter auch ein von Kev Brown neu inszeniertes Stück ist.

Das man es hier wieder mit wunderbarer Musik zutun hat, ist eigentlich gar nicht weiter erwähnenswert, sondern sollte klar sein. Wer also Interesse gefunden hat, der möge sich bitte auf den Weg zu iTunes machen, hier der Link:

iTunes: Wade Waters - Dark Water (Gold Edition)

Puppetmastaz - The Takeover



Die Puppen sind wieder los! Nach dem ersten Erfolg „Creature Funk“ und dem Nachfolgealbum „Creature Shock Radio“ also nun die Übernahme mit dem dritten Album „The Takeover“. Ein großes Ziel, auch wenn der bisherige Erfolg und die zahllosen Live Shows durchaus gute Voraussetzungen sind und die Berliner Puppetmastaz besonders in Frankreich eine sehr große Fangemeinschaft hinter sich stehen haben.

Mr. Maloke, Snuggles und die anderen Puppen sind also wieder da und es hat sich wenig verändert am Konzept. Auf teils sehr elektronisch gehaltenen und experimentierfreudigen Instrumentals wird munter auf Englisch gerappt, wobei das Ganze stets den Charme der Puppen versprüht und man sich bewusst ist, hier keinen „normalen“ Rapper im herkömmlichen Sinne zu hören.

Die 23 Stücke (darunter1 Intro und 5 Skits) bieten also im Grunde genau das, was man sich als Fan des Puppensounds so erhofft. Wer bislang dagegen wenig bis gar nichts mit dem eigenwilligen Stil der Berliner anfangen konnte oder mochte, der wird wohl auch an „The Takeover“ keinen Gefallen finden.

Dabei ist es durchaus erfrischend, sich hier und da mal von den Gedanken und Erfahrungen von Puppen berauschen zu lassen, als das x-te Straßenalbum eines ehemaligen Drogendealers in die Anlage zu stecken, um daraufhin mit dem teils immer gleichen Stories versorgt zu werden.

„The Takeover“ kommt zwar nicht an das grandiose „Creature Funk“ heran, schafft es aber dennoch die treuen Hörer zu befriedigen und das ist schließlich die Hauptsache. Kein Klassiker, aber für Fans ein Muss, alle anderen sollten sich zuerst mit „Creature Funk“ auseinandersetzen.

Herr Merkt präs. - Kennenlernrunde 5

Jeder, der im Netz unterwegs ist und etwas Interesse für (deutschen) Hip Hop übrig hat, wird schon einmal über den äußerst lesenswerten Blog „Herr Merkt spricht über Hip Hop“ gestoßen sein. Dort finden sich nicht nur allerhand Neuigkeiten und Interviews über alles Wichtige was so im Spiel passiert, sondern mit der „Kennenlernrunde“ auch ein von Herrn Merkt ins Leben gerufene Sampler-Serie, die stets gefüllt ist mit hörenswerten, exklusiven Beiträgen von eine Vielzahl mal mehr, mal weniger bekannter Rapper.

Vor kurzer Zeit kam bereits der fünfte Teil der Serie heraus, bis oben hin gefüllt mit exklusiven Beiträgen von Abroo, Vega, Blaze, Inzoe, Pimpulsiv, Vit-Armin B, Straight P, Black’n’Proud, Gabreal, Lou Cypher, Manolito Mengele und jede Menge weiterer Wortakrobaten. Das Ergebnis sind 34 Stücke (plus zwei Bonus Tracks), die auf zwei virtuellen CDs geteilt werden und somit Unterhaltung zu genüge bietet.

Wer jetzt unter „exklusiv“ an billige Ausschussware vermutet, für die die jeweiligen Künstler keinerlei Verwendung mehr hatten, der wird schnell eines Besseren belehrt, denn hier steckt durchaus Qualität in den Tracks. So z. B. das von Vega berappte „Monsin“, welches den direkten Weg auf den iPod sucht oder Blaze, der mit „Schatten oder Licht“ einen von Lex Barkey „Echte Musik“ abliefert.

Doch auch die weniger bekannten Namen geben eine gute Figur ab, Herr von Grau mit „Morgen“, Main Moes „Geisterstadt“, „Momente der Nacht“ von Buddy Becks, Sharif & Yussuf - um nur mal drei Stücke zu nennen, die überzeugen können und es finden sich noch jede Menge weitere hörenswerte Stücke, welche ich hier freilich nicht alle nennen brauche.

Eine große Ansammlung an soliden bis sehr guten Tracks, die ihren Sinn und Zweck erfüllen und dem Hörer den ein oder anderen ambitionierten Jung-Rapper vorstellen, den man in Zukunft vielleicht auf der Rechnung haben sollte. Und das Ganze für lau, verlieren kann man also absolut gar nichts mit diesem Sampler, nur gewinnen. Daher meine Empfehlung: runterladen, anhören und sich selbst eine Meinung bilden.

Dienstag, 24. Februar 2009

Sebi von Deichkind - gestorben mit 32 Jahren

Schock für Musik-Deutschland! Die mittlerweile überaus erfolgreiche Gruppe Deichkind, die auch schon die Charts unsicher machen konnte und mit ihrem Mix aus Rap und Elektro für große Begeisterung sorgen konnte, hat einen schweren Schlag zu verkraften:

Wie auf laut.de bekannt wurde, ist beim Berliner Sender Fritz ein offizielles Schreiben der Band eingegangen, in dem es heißt, dass das Mitglied Sebi jüngst völlig überraschend im Alter von nur 32 Jahren verstorben ist. Über die Todesursache gibt es noch keine Angaben, jedoch hinterlässt Sebastian "Sebi" Hackert Frau und einen Sohn.

Auf der offiziellen Deichkind-Homepage finden sich derweil noch keine Angaben zur schockierenden Mitteilung.

Edit: Es heißt nun, er sei an einem Herzinfarkt verstorben.

Quelle: www.laut.de

Montag, 23. Februar 2009

Sektenmuzik - Der Sampler III



Ring frei für Runde drei! Dieses Mal im Fokus der Aufmerksamkeit: die Jungs von Grüne Medizin (Freddy Cool, Koeppen, Viruz, Schmökill) und Fuhrman, welcher schon auf sidos Durchbruch „Mein Block“ zu Wort kam. Wer jetzt schon abwinkt und denkt, hier würde ihn stupides Gestotter erwarten, der wird eines Besseren belehrt. Schon der letzte Sampler stellte mit Greckoe und Alpa Gun zwei Charaktere ins Rampenlicht, die weit mehr zu bieten hatten, als die durchwachsenen Audio-Orgien längst vergangener Tage.

Und in der Tat, es hat ganz den Anschein, als habe man sich an den beiden Vorzeige-Rappern ein Beispiel genommen und fleißig an Technik und Reimschemata gearbeitet, denn was die GMZ’ler und Fuhrman hier abliefern, ist gar nicht mal so übel. Gerade im direkten Vergleich wirken die neuen Sachen weitaus versierter, als man es im Vorfeld hätte erwarten können. Somit hätte man schon mal eine dicke Überraschung, welche der dritte Sampler für den Hörer bereithält.

Muss sich jetzt der treue Sektenmuzik-Fan von seinen liebgewonnen Chaoten verabschieden und sich zukünftig mit „Otto Normal“-Rappern zufrieden geben? Glücklicherweise nein, denn auch wenn nun mehr wert auf den technischen Aspekt gelegt wurde, gibt es hier nach wie vor kompromisslos verbal ins Gesicht ohne Rücksicht auf Verluste. Nur alles eben eine Ecke besser als früher, was man auch als Fan der alten Sachen durchaus begrüßen darf.

Für die Soundteppiche konnte man neben großen Namen wie DJ Desue, Djorkaeff, Loggarizm oder Joe Rilla auch eine Vielzahl weniger bekannte Beatbastler gewinnen, die ihre Arbeit jedoch durchweg sehr sauber machten. Das Ergebnis sind 17 Synthie-Beats, die manchem vielleicht nicht innovativ genug rüberkommen, jedoch ohne Ende stampfen und somit wohl die beste Unterlage bieten für die abgedrehten Texte der Jungs.

Eine kleine Überraschung sind auch die Themen-Songs, die der dritte Teil der Sampler-Reihe für die Hörer bereithält. „Ich Rauch Einen Mit Chewi“ bedient sich dem Star Wars-Universum und sorgt mit dem ausgefallenen Text für reichlich Lacher. Selbiges tut „Die Truhe“ , die als Ruhestätte für die Seelen aller im Bett versorgten Frauen dient -etwas dreckig, etwas versaut, aber ohne Zweifel auch sehr unterhaltsam und witzig.

Fazit: Ein wirklich unterhaltsames Album, das wesentlich weniger sperrig daherkommt als die älteren Veröffentlichungen. Wer jedoch noch nie etwas mit Musik dieser Art anfangen konnte, der wird wohl auch vom dritten Sampler nicht viel halten. Alle anderen, die die hier dargebotenen Inhalte nicht allzu ernst nehmen, können über die abgedrehten Texte lachen und werden mit dem Sampler gut bedient und unterhalten.