Freitag, 30. Januar 2009

Akir - Legacy



„Immortal Technique presents: Akir“ ist auf dem Cover der CD zu sehen und man ist erst einmal leicht verwundert. Denn gleichzeitig findet sich Akir bzw. ein gezeichnetes Ebenbild von ihm auf dem Cover wieder, unter welchem ein gezeichneter Edelschlitten mit Stern im Emblem zu sehen ist. Jetzt hat Immortal Technique für gewöhnlich ja nicht allzu viel mit Luxuskarossen, Geldscheinen und dergleichen zutun, sondern steht für Inhalt, der gerne mal gesellschaftskritisch und voller (politischer) Verschwörungstheorien daherkommt. Wie passt das also zusammen?

Wer sich mit Rap beschäftigt, der wird schon des Öfteren auf Alben mit „Bekannter Rapper presents….“ auf dem Cover gestoßen sein und wird daher wissen, dass dahinter oft nicht viel mehr steckt als der Versuch, mit Hilfe des bekannten/bekannteren Mentors auf einen gerne mal nur wenig bis gar nicht talentierten Burschen hinzuweisen, auf den der Markt getrost hätte verzichten können.

Zum Glück gibt schon der erste Track nach dem Intro Aufschluss und Erleichterung gleichermaßen, hier wird kein Plastik-Rap fabriziert, sondern ganz im Stile des Presenters (IT) klassischer Rap geboten, voller Inhalt und mit massenhaft Pianogeklimper in den Instrumentals. Schon mal keine schlechten Voraussetzungen also, die Akir hier mitbringt.

Raptechnisch brauch sich Akir auf jeden Fall keine Blöße geben, seine Vorträge werden souverän vorgetragen und erinnern nicht selten von der Reimschemata her denen des großen Mentors, der hier auf dem recht bekannten Track „Treason“ auch selbst mit eingreift und ein paar Reime beisteuert. Dabei zeigt sich nicht nur, dass Akir mehr als solide mithalten kann, sondern auch, dass er äußerst gut mit IT harmoniert.

Inhaltlich geht es ganz IT-like zu, Probleme werden angesprochen, Kritik wird ausgeübt und die Politik verschmäht (wie auf dem Paradebeispiel „Politricks“ zu hören). Für die Beats war zum Großteil Akir selbst zuständig und haute für „Legacy“ ein paar amtliche Beats heraus, die mal mit Streichern, mal mit Pianoklängen, für eine angenehme Untermalung sorgen und so oder so ähnlich auch allesamt auf einem Immortal Technique-Album hätten landen können.

Als Gäste treten neben dem bereits mehrmals erwähnten Immortal Technique noch Hasan Salaam („Change Of The Seasons“), Akua Wilder & Krysti Yardon („Ressurect“), Mojo („No Longer My Home“), Jean Grae („Tropical Fantasy“), sowie Veks-One und Mas-D auf dem Titeltrack in Erscheinung. Im Anschluss an die 19 Tracks findet das Album dann im nur im Inlay angegebenen Bonus Song „The Louisiana Purchase (ft. Immortal Technique, Poison Pen & Mojo)“ einen anständigen Abschluss.

Ein anständiges Album, welches zwar relativ frei von Innovation daherkommt, dafür aber auch ohne Auto-Tune und sonstigen aktuellen Trends. Geeignet für Freunde bodenständiger Produktionen und natürlich für alle, die mit Immortal Technique etwas anfangen können.

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