Dienstag, 21. Juli 2009

Poison Pen - The Money Shot




Direkt aus Brooklyn, New York, kommend, haut uns Poison Pen sein Album „The Money Shot“ vor den Latz. Mit erfreutem Lächeln und einem Gläschen Alkoholisches in der Hand begrüßt er den Hörer angenehm gewaltfrei, während sich im Hintergrund die Spirituosen türmen. Zusammen mit den 16 Stücken, die auf dem Silberling enthalten sind, spricht damit alles für eine feucht-fröhliche Angelegenheit. Es wird Zeit, sich ein Gläschen Gutes zu genehmigen, also dann mal prost.

Den Gift-Stift könnte man dabei bereits kennen, zum Beispiel gab es da vor etwa zwei Jahren „Pick Your Poison: The Mark Of The East“, bei dem ein gewisser Immortal Technique mit seinem Namen für den Jungen aus BK warb, ihn präsentierte. Darauf enthalten war unter anderem „Cash Or Pain“, das meinen Gehörgang fortan für lange Zeit besetzte und gar nicht verschwinden wollte. Und nun also „The Money Shot“, ohne „Immortal Technique presents“, aber mit IT als Featuregast neben M.O.P., Silkk Da Shocker, Gillie Da Kid und Swave Sevah.

Wie das Cover bereits verrät, wird hier unter anderem dem Alkohol gezollt und auf grimmiges Getue soweit verzichtet. Nun kann man von Promille und Co. halten was man will, aber ein Album in den Händen zu halten, das gut unterhält ohne lyrische Massenmorde zu begehen, tut zur Abwechslung durchaus gut. Fast schon selbstverständlich parodiert Poison Pen sich daher selbst auf „Bk’s Fat Boy“, ganz im Sinne von „Drunk And Don’t Care“, einem weiteren Song des Albums.

Er lädt zur „Brooklyn Party“, schickt die Kollegen Billy Danze und Lil’ Fame mit auf „Magnifique“, welches hart rumpelnd und mit Lowrider-Hydraulik im Beatgerüst gefällt. Gelungen auch „The 2nd Ammendment“ mit Großmeister Immortal Technique, bei dem ein klassisches Piano im Instrumental keines Falls fehlen darf. Eine kleine Überraschung ist dann „Facebreaker“, für das die Orgel ordentlich in die Mangel genommen wird und Swave Sevah ein paar Verse zum Besten gibt.

„The Money Shot“ ist beim besten Willen kein Klassiker, keiner der Tracks offenbart ernsthaftes Langzeit-Potenzial um dauerhaft in der Playlist zu überleben. Aber wenn es um unterhaltsames Entertainment geht, dann kann das Album durchaus ein paar Punkte sammeln. Wie sich das Ganze unter Promille-Einfluss gibt, muss sich dagegen erst noch zeigen.

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